Kultur-Kommunikationspreis

Die Jury


Benjamin von Blomberg

Chefdramaturg, Kammerspiele (München)

Foto: © Sima Dehgani

 

studierte Historische Musikwissenschaften, Germanistik und Betriebswirtschaftslehre in Hamburg. Nach Gründung einer freien Operngruppe arbeitete er 2006-2010 am Thalia Theater als Dramaturg. 2012-2015 war er Chefdramaturg und Leiter der Sparte Schauspiel am Theater Bremen. Seit der Spielzeit 2015/16 ist Benjamin von Blomberg Chefdramaturg an den Münchner Kammerspielen. Regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn v.a. mit dem Regisseur Nicolas Stemann, mit dem er wiederholt Stücke von Elfriede Jelinek zur Uraufführung brachte.

Eva-Maria Hoerster 

Projektkoordinatorin, Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz (Berlin)

Foto: © Diethild Meier

 

studierte Bildende Kunst und Germanistik, sie arbeitet als Organisatorin, Kuratorin, Dramaturgin in Berlin. 2006-13 war sie Geschäftsführende (Gründungs)Direktorin des HZT. Zuvor war sie Künstlerische Leiterin der Tanzfabrik Berlin (2003-06). Als Kuratorin entwickelte sie u.a. die TanzNacht Berlin und „Ausufern“ (2016/17 Uferstudios Berlin). Sie ist Gründungsmitglied des Zeitgenössischer Tanz Berlin e.V. (ztb); Mitinitiatorin des Netzwerks TanzRaumBerlin und seit 2014 Mitglied im Rat für die Künste Berlin. Derzeit ist sie zuständig für Projektentwicklung und –Koordination am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz (HZT) Berlin.

Bojan Vuletić  

Komponist, Geschäftsführer Asphalt Festival (Düsseldorf)

Foto: © Frank Schoepgens

 

ist Komponist/Klangkünstler mit Diplomen in Physik, Gitarre, Komposition. Er war Förderpreisträger 2012 der Stadt Düsseldorf, 2014-16 musikalischer Leiter des Jungen Schauspielhauses Düsseldorf, 2016-17 Vertretungsprofessor an der BAUHAUS Universität, Weimar, im Master-Studiengang Public Art and New Artistic Strategies, seit 2012 Leiter des ASPHALT Festivals, Düsseldorf.

 

Prof. Reinhard Flender

Geschäftsführung Institut KMM, Leitung Iki (Hamburg)

Foto: © Monika Lawrenz

 

ist Gründer und Direktor des Institutes für kulturelle Innovationsforschung an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und seit Oktober auch 2015 Leiter des Instituts KMM. Neben seinen Lehrtätigkeiten war Reinhard Flender von 1987 bis 2011 Leiter von Peermusic Classical in Hamburg. Er ist u.a. Gründungsmitglied der Sommerakademie Opus XXI, die sich für die Förderung des musikalischen Nachwuchses und der Verbreitung zeitgenössischer Musik einsetzt.

 

Silke Müller 

Kulturredaktion, Stern (Berlin)

Foto: privat

 

Silke Müller studierte Kunstgeschichte und Neuere deutsche Literatur in Hamburg. 1994 begann sie als Redakteurin beim Kunstmagazin art. Es folgten Stationen als New-York-Korrespondentin und stellvertretende Chefredakteurin. 2006 übernahm sie beim stern das Ressort Kultur und Unterhaltung. Nach einem Intermezzo beim Fernsehen wechselte sie 2014 als Reporterin ins Hauptstadtbüro des stern.

 


Der Initiator

Rudolf Stilcken

wurde am 15.02.1925 in Hamburg geboren.

 

Während seines Berufslebens war Rudolf Stilcken vorwiegend für Unternehmens- und Marketingkommunikation mit Schwerpunkten Markenentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit tätig. Im Jahr 1953 in der PR für Ludwig Erhard, in den1960iger Jahren als Vorsitzender der Gesellschaft Werbeagenturen (GWA), über 20 Jahre in Führungspositionen der internationalen Agentur Benton & Bowles, danach im Vorstand der Rosenthal AG. 1986 machte Rudolf Stilcken sich selbstständig, u.a. als Berater für Lufthansa, Siemens und Vorwerk. Rudolf Stilcken war Gründungsvorsitzender des deutschen Zweigs der internationalen Kinderhilfsorganisation PLAN, langjährig für die Elsbeth Weichmann Gesellschaft engagiert und Mitglied des Kulturförderungsausschusses der Handelskammer Hamburg. 

Er war Gesellschafter der Agentur Behnken/Jahr/Stilcken, Senator h.c. der Hochschule für Musik und Theater und lehrte ab 1995 Markenkommunikation am Institut KMM. 2002 wurde ihm für sein ehrenamtliches Engagement das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. 2011 erhielt er die Ehrennadel der Handelskammer Hamburg. Rudolf Stilcken war mit Angelika Jahr-Stilcken verheiratet und hat drei erwachsene Kinder. Er verstarb am 11. Juni 2016 in Hamburg.


Die Stifterin

Angelika Jahr-Stilcken

studierte in Hamburg und München Psychologie, Germanistik und Philosophie. Nach dem Studium begann sie die klassische Ausbildung zur Journalistin mit einem Volontariat bei der Welt. Anschließend arbeitete sie in den USA u.a. bei McCALL‘s, VOGUE und TIME Magazine.

 

1972 entwickelte Angelika Jahr-Stilcken essen&trinken, die erste Food-Zeitschrift auf dem deutschen Zeitschriftenmarkt. 1988 übernahm sie die Chefredaktion von SCHÖNER WOHNEN und HÄUSER. Seit 1994 war Frau Jahr-Stilcken Verlagsgeschäftsführerin von G+J Living und publizierte weitere Zeitschriften für ihre Verlagsgruppe.

Seit 2000 war Angelika Jahr-Stilcken Journalistisches Vorstandsmitglied der Gruner + Jahr AG.

 2008 wechselte sie in den Aufsichtsrat bis zum Ausscheiden der Jahr Familie 2014 aus dem Gruner + Jahr Verlag. Von 1996 bis 2012 war Frau Jahr-Stilcken Mitglied des Aufsichtsrates der Nestlé Deutschland AG und von 2008 bis 2013 Member of the Board der Jacobs University.

 

Seit 2008 ist Angelika Jahr-Stilcken Mitglied des Beirats der Jahr-Gruppe und stellvertretende Kuratoriums-Vorsitzende des Kinderhilfswerks Plan international. Als Mitgesellschafterin der 2015 gegründeten Agentur Behnken Jahr Stilcken publiziert sie die Zeitschrift HAMBURG History LIVE!

 

Angelika Jahr-Stilcken war mit Rudolf Stilcken verheiratet und hat zwei Kinder.


Der Preis und seine Geschichte

Der im Juni 2016 in Hamburg verstorbene Rudols Stilcken war Initiator und Stifter des Hamburger Preises für Kultur- Kommunikation, der in den Jahren 2013 und 2015 in der Metropolregion Hamburg ausgelobt wurde. Rudolf Stilcken gehörte auch der Jury des von ihm initiierten Preises an. Der Preis, der in drei Kategorien ausgelobt wurde, stellte Vermarktungsstrategien und Darstellungskonzepte ins Zentrum der Aufmerksamkeit und zeichnete Leistungen aus, die anderen als Vorbild dienen können womit der Preis zum Selbstbewusstsein im Hinblick auf die Identität und Leistungsstärke der Metropolregion Hamburg beitragen konnte.

Die drei Kategorien, in die sich der Preis gliederte waren

  • Kategorie I: Kampagne
  • Kategorie II: Marke
  • Kategorie III: Junge Kommunikation

Die Preisträger im Jahr 2013 waren:

  • Kategorie I – Theater Lübeck;
  • Kategorie II – SeitenEinsteiger;
  • Kategorie III – Ensemble Resonanz

Die Preisträger im Jahr 2015 waren:

  • Kategorie I – Kunsthalle Hamburg;
  • Kategorie II – Elbjazz;
  • Kategorie III – Tonali

Der Preis heute

Nach dem Tode Rudolf Stilckens im Juni 2016 stiftete Angelika Jahr-Stilcken den Rudolf Stilcken Kultur-Kommunikationspreis im Gedenken an ihren verstorbenen Mann. Träger wurde das Institut für Kultur und Medienmanagement in Kooperation mit dem Institut für kulturelle Innovationsforschung unter der Leitung von Prof. Reinhard Flender an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. In Zusammenarbeit von Prof. Reinhard Flender und Dr. Verena Mogl –  wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektleiterin am Institut für kulturelle Innovationsforschung –  wurde der Rudolf Stilcken Kultur-Kommunikationspreis inhaltlich umstrukturiert und auf den gesamten nordostdeutschen Raum erweitert. Für die Neugestaltung des Preises zeichnet sich die Hamburger Agentur Paperlux verantwortlich, die als Partner des KMM die inhaltliche Neuausrichtung grafisch umsetzte.

 

Ein Fokus der inhaltlichen Neuausrichtung des Preises lag dabei in dem Anspruch, den Begriff der Kultur-Kommunikation zu erweitern und auf inhaltliche Aspekte zu übertragen. Diese Erweiterung ist vor allem dem Umstand geschuldet, dass sich die Anforderungen an kulturelle Institutionen und Projekte radikal verändert haben. Kultur ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Soziale und mediale Veränderungen, die auf unsere Gesellschaft einwirken, stellen auch den kulturellen Bereich vor neue Herausforderungen.

In diesen Zeiten des Umbruchs, der alle Bereiche unserer Gesellschaft umfasst, muss auch Kultur nach neuen Wegen suchen, sich zu positionieren. So zielt der Begriff der Kultur-Kommunikation nicht allein auf den Bereich der Kulturvermarkung und des Marketings ab, sondern meint auch Strategien der inhaltlichen Vermittlung von Kultur: wie und auf welche Weise werden kulturelle Inhalte der Öffentlichkeit dargeboten, welches (neue) Publikum wird in welcher Form angesprochen, welche (neuen) Räume werden erschlossen, um ein Publikum zu erreichen, wie werden interdisziplinäre Synergien genutzt, um neues Publikum zu gewinnen?

 

Der Rudolf Stilcken Kultur-Kommunikationspreis zeichnet kulturelle Institutionen, Einrichtungen und Projekte aus, die sich diesen großen Herausforderungen gestellt haben und für sich und ihr Projekt/ihre Unternehmung einen neuen Weg der Kultur-Kommunikation gefunden haben. 

 

1. Preis: 8.000 Euro

2. Preis: 5.000 Euro

3. Preis: 3.000 Euro

 


Die Veranstaltung

Die Bekanntgabe und Auszeichnung der Gewinner erfolgt auf der Preisverleihung am 12. Oktober 2017 im Forum der Hochschule für Musik und Theater, das für diesen Anlass in einem pre-Opening erstmals seine neu gestalteten Räumlichkeiten öffnet.

Nach Bekanntgabe der Gewinner wird in den historischen Räumlichkeiten der Hochschule für Musik und Theater zum Empfang geladen.


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